Home | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT
Aktuelles:

Sitzung:
Im Wintersemester 18/19 treffen wir uns immer mittwochs um 19:30 Uhr im Selmayr-Hörsaal (Geb. 50.38).
Du möchtest uns kennenlernen? Komm einfach mal vorbei! 

Wegbeschreibung

Förderpartner:
IFL Logo

    

  

 

 

 

Newsletter:

Für Studenten: Meldet euch auf unserem Newsletter an, um Einladungen zu unseren Sitzungen und Workshops zu erhalten.

Newsletter für Studenten

Für Unternehmen: Melden Sie sich auf unserem Newsletter an, um unser LEAN-Update (halbjährig) zu erhalten.

Newsletter für Unternehmen

Workshop: "Gender in Business" - Gender- und Diversitykompetenz mit Daniela Geraets

Workshop: "Gender in Business" - Gender- und Diversitykompetenz mit Daniela Geraets
Autor:

Xenia Mak

Datum: 2019/01/29

Bericht

„Gender in Business“ – Gender- und Diversitykompetenz, lautete der Titel des letzten Workshops für das Wintersemester 2018/2019. Die Veranstaltung ging aus einer Kooperationsidee des House of Competence und der LEAN Hochschulgruppe e.V. hervor. Nach erfolgreicher Zusammenarbeit schon in der Vergangenheit durften wir somit erneut Frau Daniela Geraets als Referentin im Wissenstor der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe begrüßen.

Einen ganzen Tag hatten 10 Teilnehmerinnen die Möglichkeit sich in lockerer Atmosphäre mit dem Thema Diskriminierung in der Gesellschaft und Zusammenarbeit von Männern und Frauen zu beschäftigen. Während der Vorstellungsrunde äußerten die Teilnehmerinnen ihre Erwartungen und erklärten was sie zur Teilnahme motivierte. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde von persönlichen Erfahrungen mit Diskriminierung und Sexismus berichtet. Die Gruppe befand sich schnell in einem regen Austausch von Erfahrungen, Wissen und Gedanken zum Thema. Dabei führte Frau Geraets mit fachlicher Kompetenz, sowie eigenen Beispielen durch das Gespräch und gab Tipps für das Verhalten in den erfahrenen Situationen.

Nachdem alle einander kennengelernt hatten, wurde sich mit der Frage beschäftigt, wo und wie Diskriminierung in der Gesellschaft auftritt. Es wurde bewusst, dass man in jedem Umfeld für die verschiedensten Dinge Diskriminierung erfahren kann. Die Grenzen sind unscharf und Handlungen können von verschiedenen Personen unterschiedlich stark als diskriminierend wahrgenommen werden. Daraufhin war es interessant die rechtlichen Grundlagen der Gleichberechtigung und Antidiskriminierung in Deutschland nachzulesen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit weiteren interessanten Gesprächen machten sich die Teilnehmerrinnen Gedanken über die vorherrschenden Stereotypen für Männer und Frauen, sowie die heutigen Rollenbilder und die Quotenpolitik. Darauf folgte durch Frau Geraets eine Einführung in die Entstehung und das Weitergeben von Rollenbildern in der Gesellschaft. Es war erschreckend, welch Bilder in der Vergangenheit vorherrschten und wie lange sie teilweise noch in den Köpfen waren.

Sehr informativ war die anschließende Auseinandersetzung mit der neutralisierten Sprache und Bildsprache. Es ist möglich jeden vom Geschlecht vorgeprägten Ausdruck durch Umformulierung zu neutralisieren und somit das männliche, weibliche und auch neutrale Geschlecht anzusprechen.

Neben der Diskussion über die negativen Erfahrungen, die aufgrund der Unterschiede zwischen den Menschen gemacht werden, besprach die Gruppe auch die Vorteile der Vielfalt und welche Chancen sich durch diese ergeben, wenn positiv mit ihr umgegangen wird.

Der ganze Tag wurde geprägt von tollen Dialogen und einem regen Erfahrungsaustausch, aus verschiedenen Blickwinkeln, in einer offenen, kommunikativen und motivierten Gruppe. Die Teilnehmerinnen wurden für das Thema sensibilisiert und bekamen die Möglichkeit ihr Mindset zu formen. Frau Geraets untermalte ihre Erklärungen und Ausführungen mit interessanten Beispielen und ermutigte ihre Zuhörerinnen in diskriminierenden Situationen für sich und andere einzustehen.

Obwohl der Workshop nicht nur für Frauen angeboten wurde, hatten sich (leider) nur weibliche Interessierte angemeldet. Es hatte sich eine starke Frauengruppe ergeben, allerdings wurde festgestellt, dass auch der Blickwinkel und die Meinung von nicht weiblichen Personen zum Thema interessant gewesen wäre. Diskriminierung geht alle etwas an. Jeder kann davon betroffen sein und jeder sollte sich immer wieder selbst reflektieren und über das eigenen Kategoriendenken und die Bewertung anderer anhand dieser, bewusst werden.

Abschließend danken wir Daniela Geraets für einen tollen Workshoptag mit vielen neuen Erkenntnissen. An dieser Stelle bedanken wir uns auch besonders bei dem House of Competence für die sehr gute Kooperation, durch welche die Veranstaltung überhaupt möglich wurde. Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit dem HOC und Frau Geraets in der Zukunft.