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Workshop Design Thinking mit Anna-Lena Höcker

Design Thinking Hacks für deine Karriere


Am Nachmittag des 29.04.21 brachte uns Anna-Lena Höcker näher, wie wir Design Thinking nutzen können, um unseren Lebenslauf außergewöhnlich und aussagekräftig zu gestalten und somit im Bewerbungsprozess / der Selbstpräsentation von Anfang an die Aussage unterstreichen können, die wir eigentlich machen möchten. Ergänzend zu ihrem theoretischen Input und vielen persönlichen Erfahrungen, die sie uns schilderte, konnten wir auch einige Übungen direkt für uns selbst umsetzen.

Aber was kann man sich nun genau unter der Anwendung von Design Thinking für die eigene Karriereplanung vorstellen? Im Folgenden werden die einzelnen Schritte vorgestellt, die aber keinen linearen Prozess ergeben sollen, sondern iterativ anzuwenden sind. Zu Beginn steht das individuelle Brainstorming / die Materialsammlung: Man sollte für sich selbst die Frage beantworten, was die wichtigsten Punkte sind, die man mit dem Lebenslauf vermitteln möchte. Außerdem sollte man sich fragen, was man gerne über sich selbst erzählen möchte; welche Fähigkeiten, Herausforderungen und Projekte man hervorheben möchte und worauf man besonders stolz ist. Diese Sammlung kann über Brainstorming, eine Mindmap oder auch ein Business Model Canvas erfolgen. Hilfreich können bestehende Bewerbungsunterlagen sein, aber auch Berichte von Uniprojekten oder Zeugnisse aus Praktika, um sich in Erinnerung zu rufen, was man schon alles geleistet hat. Nach diesem sogenannten internen Research sollte auch ein externer erfolgen, um zu klären, wie einen andere wahrnehmen. Ein kleiner Interviewleitfaden muss dazu erstellt werden und es sollte auch überlegt werden, wen man befragen möchte. Dabei ist zu beachten, dass man nicht nur Freunde und Familie befragt (da die Gefahr einer Verzerrung besteht), sondern auch Personen, mit denen man zusammengearbeitet hat oder die einen bspw. aus dem Sportverein kennen. Nach dieser ersten Recherchearbeit, in der es wirklich erstmal nur um den Inhalt gehen soll und noch gar nicht um die Form, folgt die Visualisierungsphase. Dabei ist es sehr wichtig, sich zuerst darüber klar zu werden, was die Geschichte ist, zu welchem Zweck sie erzählt wird, was sie bewirken soll und wer das Publikum ist. Sind diese Fragen beantwortet, sollte man mit einer Skizze beginnen, die die Geschichte visualisiert. Bilder und Grafiken haben dabei gegenüber einer tabellarischen oder textuellen Darstellungsform unter anderem den Vorteil, dass sie länger im Gedächtnis bleiben und Informationen aus einem Bild schneller verarbeitet werden können. Besonders Anna-Lenas eigener sehr unkonventioneller Lebenslauf lieferte uns dabei einige Inspirationen für alternative Darstellungsformen. Bspw. hat sie darin unter anderem mit Venn-Diagrammen und Koordinatensystemen gearbeitet, um verschiedene Aspekte der Persönlichkeit und den Status von Fähigkeiten aufzuzeigen. Ist erst einmal eine erste Version entworfen, sollte zu dieser auch Feedback eingeholt werden (wie im Design Thinking zu Prototypen). Dadurch wird eine neue Iteration des Prozesses angestoßen. Der letzte Hack war, bei der Gestaltung alle Quellen zu nutzen, die einen inspirieren (auch wenn sie auf den ersten Blick gar nichts mit der Bewerbung zu tun haben, bspw. Kunst, Mode, Sport…). Ein weiterer guter Tipp von Anna-Lena war es, falls in Bewerbungsportalen keine Dokumente hochgeladen werden können, den individuell gestalteten Lebenslauf dann einfach noch im Gespräch zu überreichen, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.


Wir danken Anna-Lena für den interessanten Nachmittag und freuen uns auf weitere kreative Workshops mit ihr!